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Ins NetzUm eine virtuelle Maschine irgendwo „anschließen“ zu können, wird eine virtuelle Schnittstelle auf dem Host benötigt. Diese wird beim Booten des Hosts automatisch eingerichtet, wenn man folgendes in /etc/rc.local notiert: ip tuntap add mode tap; ifup tap0 In der ersten Zeile wird ein tap-Device angelegt und wie in /etc/network/interfaces angegeben (s. unten) konfiguriert. In der zweiten Zeile wird das Forwarding (das Weiterleiten von Netzwerkpaketen) aktiviert und in den darauf folgenden Zeilen wird festgelegt, dass der Netzwerkverkehr von und zur VM maskiert wird. In /etc/network/interfaces wird das tap-Device beispielsweise wie folgt eingetragen: iface tap0 inet static
Nach einem Neustart des Netzwerks hat der Host ein zusätzliches Netzwerk-Interface, was sich durch die Eingabe von ifconfig leicht kontrollieren lässt. In der Ausgabe findet man nun zusätzlich das Netzwerk-Interface tap0. Wenn man auf diese Weise zu einer tap-Schnittstelle gekommen ist, kann man in der VM eth0 wie gewohnt konfigurieren. Als ich die oben genannten Befehle testweise in einer Konsole eingab, erhielt ich zwar Meldungen, die nach Fehlern aussahen – konnte die VM aber starten und eine ganz normale Netzwerk-Konfiguration vornehmen. Der Rest ist das Übliche (/etc/hosts, …networks, …rc.local usw. ergänzen). Die VM kann restlos alles, was auch ein echter Rechner könnte – pingen, Namen nachschlagen, etwas per scp kopieren, per ssh Kontakt zu einem anderen Rechner aufnehmen usw. Sollen andere Rechner im Netzwerk die VM erreichen können, muss die Routingtabelle auf diesen Rechnern um eine Netzwerkroute ergänzt werden: route add -net 192.168.206.0/24 gw 192.168.205.19 Weiter zu: VM starten, Setup kontrollieren
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